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     Die Schwierigkeit des Vergleichen von Angeboten von Malerarbeiten liegt oftmals
     an den unterschiedlichen Arbeitsschritten (Positionen/Leistungen/ Materialien) 
     die vom jeweiligen Betrieb angeboten werden.
     Da man als Kunde in der Regel nicht fachkundig ist, entscheidet man sich logischer
     Weise für den zunächst billigsten Preis und hofft das schon alles gut geht.
     Leider kommt es im Nachhinein häufig zu bösen Überraschungen 
     bezüglich des genannten Preisesund der Qualität der Arbeit.
     Achten Sie also nicht ausschließlich auf den genannten Endpreis
     des vorliegenden Angebots, sondern vielmehr auf die angegebenen
     Mengen und die einzelnen Arbeitsschritte.
     Häufig sind bei zunächst sehr günstig wirkenden Angeboten,
     notwendige Arbeiten nicht aufgeführt, die dann während der Ausführung
     als vorher nicht erkennbar sind, jetzt jedoch als zwingend notwendig
     deklariert werden und den Preis für die Arbeiten hoch treiben.
     Weggelassene Grundierungen, Spachtelarbeiten oder zweimalige Anstriche
     die für ein perfektes Ergebnis nötig wären sind nicht selten der Fall.
     Durch den Einsatz minderwertiger Materialien können weiterhin Einsparungen
     gemacht werden, in der Regel jedoch zu.
     Lasten des sichtbaren Ergebnisses und natürlich der Haltbarkeit.
     Auch die Angabe von Mengen und Massen bezüglich der zu bearbeitenden
     Flächen sollten Sie in jedem Fall vor Auftragsvergabe vergleichen und
     ggf. mit den bietenden Betrieben abgleichen.
     Was nutzt der zunächst günstiger erscheinende Preis wenn nach Abschluß der
     Arbeiten nach Aufmaß abgerechnet wird.
     Auch angebotenen Arbeiten im Stundennachweis sollte man seine
     erhöhte Aufmerksamkeit schenken. Der erste Betrieb veranschlagt die Arbeiten
     mit bspw. 10 Stunden (die zunächst den Preis klein erscheinen lassen)
     der zweite Betrieb mit 30,00 Stunden 
     (um dem Ärger für einen Nachtrag aus dem Weg zu gehen).
     Glauben Sie denn allen Ernstes dass einige Betriebe in der heutigen Zeit
     dreimal so günstig arbeiten können wie andere?
     Letzten Endes sollten Sie noch an die Gewährleistung für die
     zu erbringende Leistung oder das Material denken.
     Was nutzt eine Gewährleistung von fünf Jahren wenn der Anbieter aufgrund
     von Dumpingpreisen bereits nach einem Jahr nicht mehr am Markt ist.
     Sie sehen schon es gibt viele Möglichkeiten ein Angebot zunächst
     schön zu rechnen, damit man einen Auftrag erstmal in der Tasche hat.
     Der Dumme ist aber am Ende leider der Kunde der im besten Fall
     nachträglich "nur" einen höheren Preis zahlen muß,
     im schlimmsten Fall jedoch eine schlechte Arbeit zu teuer bezahlt.